
Manga · Japan · 1973 · 15 Kapitel · 2 Bände
Im Gedränge der Tunnel des Bahnhofs Shinjuku macht der berühmte Autor Yosuke Mikura eine seltsame Entdeckung: eine zerlumpte Aussteigerin, die französische Lyrik zitieren kann. Ihr Name ist Barbara. Er nimmt sie mit nach Hause für ein Bad und einen Drink, und schon bald wird Barbara zu Mikuras Schatten, der ihn vor selbstverliebten Wahnvorstellungen und neidischen Feinden bewahrt. Doch so wenig Mikura ein Heiliger ist, so wenig ist Barbara ein Schutzengel, und Mikura wird besessen davon, ihre Geheimnisse zu lüften. Er verstrickt sich mit Schlägern, Sadisten, magischen Flüchen und mythischen Wesen – und fragt sich dabei stets, ob er selbst noch bei Verstand ist. Barbara entstand 1973 und 1974, inspiriert von Jacques Offenbachs klassischer Oper „Hoffmanns Erzählungen“, und dürfte Tezukas psychologischstes und verstörendstes Werk sein, das mit meisterhafter Präzision die schmale Grenze zwischen Kunst und Wahnsinn zerschlägt.
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